… der Kulturen der Techniken der Kulturen der … [Building Blocks]

2nd Generation Kulturtechnikforschung, Berlin-style. Jason Papadimas, Jose Muñoz und Sebastian Döring zeigen auf einer Exhibition Lecture im Janet Watson Lecture Theatre im Burlington House, London Picadilly, wie zeitgemäße Kulturwissenschaft Dinge hantiert.

Bausteine, Metallbaukästen und Elektroniksysteme triggerten von 1840 bis 1980 ganze Reformpädagogiken. Schreiben, Zeichnen, Rechnen werden wie selbstverständlich als Kulturtechniken beschrieben. Die Voraussetzung dafür ist, dass Kultur ganz fraglos als technisches Verhalten beschrieben werden kann. Ebenso wie schon der Begriff ‚Kultur‘, kommt auch der Begriff der ‚Kulturtechnik‘ aus der Landwirtschaft, hat aber seit etwa vierzig Jahren Konjunktur im kulturbürgerlichen Bildungsdiskurs. Was verrät der Anteil der ‚Technik‘ im Begriff, wenn das ‚begreifen‘ nicht als mentale Repräsentation (einer Kulturtechnikgeschichte), sondern als werktätiges Handeln (an den historischen Artefakten) zu verstehen ist?

Für eine Rückkehr der Praxis in die Theorie stehen die Building Blocks von Walter Gropius, Frank Lloyd Wright, Konrad Zuse und Friedrich Kittler. Mittwoch, 9. Februar 2016 im Burlington House, London. Von 16:00 bis 17:00 Uhr im Rahmen der Internationalen Konferenz Hands On History. Exploring New Methodologies for Media History Research

neuropolis ist Organisationspartner der Exhibition Lecture Building Blocks. On the historization of cultural techniques through their tools, media, and things.

Aufschraubesysteme WKV Stuttgart

Nach dreieinhalb Jahren Projektarbeit hat das verschiedentlich mit neuropolis kooperierende Medienkunst/ -wissenschaftsprojekt apparatus operandi Maßstäbe gesetzt in den brandaktuellen Bereichen der Medienarchäologie und Medienphilologie. Zuletzt haben Sebastian Döring und Jan-Peter E.R. Sonntag inmitten der RAUSCHEN-Ausstellung im 1500qm-White Cube des Württembergischen Kunstvereins die konservatorischen Grenzen, auf die sie noch bei ihrer ersten anatomie im März 2012 gestoßen waren, mit Hilfe der Expertise und Tatkraft des Medienkonservierers Johannes Gfeller (Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Medienkonservierung) ausweiten und haben nun das Herzstück des Kittlerschen Synthesizers komplett ‚durchleuchtet‘.

Die Ergebnisse wurden bei einem Round Table in Stuttgart vorgestellt und mit Experten diskutiert (Sebastian Döring, Wolfgang Ernst, Moritz Hiller, Jan-Peter E.R. Sonntag, Arnauld Obermann). In Fachartikeln in Zeitschrift (Uni Wien, Arndt Niebisch) und Sammelband (HS für Kunst und Gestaltung Basel, Shintaro Miyazaki) erscheinen in Kürze die aktuellen Forschungen des Projekts in Wort und Bild.

neuropolis freut sich als Organisations- und Kooperationspartner zur Ermöglichung dieses Cutting Edge Projekts beigetragen zu haben. Unterstützt wurden die Forschungsaufenthalte von Sebastian Döring in Stuttgart und Marbach.

http://www.wkv-stuttgart.de/programm/2015/ausstellungen/rauschen/round-tables/
http://www.medientheater.org/articles/47/update-rauschen-roundtables-may-30-finissage-may-31-wkv-stuttgart